Was ist eine Knochenmarktransplantation?
(Auch Stammzellentransplantation genannt)
Bei Kindern mit Leukämie wird in den meisten Fällen nur eine Behandlung mit Medikamenten durchgeführt. Bei 85 % der betroffenen Kinder ist dieses ausreichend. Nur gibt es manchmal Ausnahmen bei denen die Medikamente nicht wirken. Bei diesen besonderen Fällen kann man dann eine Knochenmarktransplantation durchführen. (Das sind 5-10 %)
Was ist die Grundlage für diese Behandlung?
Das Hauptprinzip besteht darin passende Stammzellen bei einem Spender zu finden. Mit der Zusage von dem Spender werden dann seine Stammzellen dem Patient transplantiert. Damit sein Körper wieder gesunde Blutkörperchen produzieren kann.
Von wem können Stammzellen entnommen werden?
- Geschwister und andere Familienmitglieder bei einer Übereinstimmung der Stammzellen
- Andere Spender, die nicht mit dem Patienten verwandt sind ( Menschen, die in der Knochenmark-Datenbank erfasst sind)
- Wenn vor der Krankheit einem selber Stammzellen entnommen worden sind und diese eingefroren wurden, kann man auf diese zurückgreifen
- Dem neugeborenen Geschwisterchen kann man das nach der Abnabelung noch in der Nabelschnur und Plazenta befindliche Blut entnehmen. Das Nabelschnurblut ist reich an Stammzellen und somit in der Lage das blutbildende System wiederherzustellen.
Wie entnimmt man Knochenmark?
Unter Vollnarkose wird dem Spender mit Hilfe von dafür vorgesehen Spritzen meistens aus dem Hüftknochen Knochenmark entnommen. Dieses Knochenmark wird in spezielle Tüten gefüllt, gefiltert und sofort dem Patienten in die Blutbahn gespritzt.
Da dem Spender nur eine geringe Menge Knochenmark entnommen wird, hat dieser keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten.
Innerhalb von 3 Wochen nach der Transplantation beginnen die Stammzellen bei dem Patienten Blutkörperchen zu produzieren. 6 Monate lang steht der Patient unter strenger Beobachtung und es werden Vorsichtsmaßnahmen getroffen damit der Körper des Patienten, die transplantierten Stammzellen nicht abstößt.
Die Erfolgsquote bei einer Knochenmarktransplantation:
Die Beschaffenheit der Spenderstammzellen und die Art der Leukämie spielen bei der Erfolgsquote eine große Rolle. Eine Erfolgsquote von bis zu 83 % ist vorhanden. Vor und nach der Knochenmarktransplantation können verschiedene Komplikationen auftreten. 1 Jahr nach der Transplantation gelten die Patienten als geheilt und können wieder am normalen Alltagsleben teilnehmen. |